Das Angebot der AWO für Menschen
mit Behinderung in Zeulenroda-Triebes

Jeder kann Kunst - Fotografien von Menschen mit psychischen Erkrankungen

"Baumgruppe"
"Baumgruppe"

Dank der Digitalisierung ist Fotografieren heute kein Hexenwerk mehr - mit einem Klick auf der Digitalkamera oder dem Handy kann jeder gute Fotos schießen.

Auch vor unserer Pflege- und Betreuungsarbeit macht dieser Trend zum Glück nicht Halt! Es ist längst Normalität geworden, dass wir all unsere Projekte und Feste, Ausflüge und sonstige Anlässe im Bild festhalten. Wir nutzen die Fotos für unsere Dokumentation, für die Öffentlichkeitsarbeit oder die Angehörigen. Auch Portraits von unseren Bewohnern und Mitarbeitern sind schon entstanden. Sie zieren z.B. unsere Wände und helfen uns beim Erinnern.

In der Vergangenheit gab es bereits größere und kleinere Fotoprojekte in der Einrichtung. 2015 haben wir das sehr intensive und tiefgreifende Projekt "EinzigArtIch" umgesetzt, das sich mit den Emotionen von psychisch kranken Menschen auseinandersetzte. Bei Projekt "Meine Hände - Meine Geschichte" (2017) haben sich die Teilnehmer biografisch und fotografisch mit ihren eigenen Händen befasst.

Auf die Fotoprojekte sind die "Wiesensteig"-Bewohner besonders stolz. Obwohl weder die Projektteilnehmer noch -begleiter einen professionellen Hintergrund haben und auch der praktische und technische Teil der Umsetzung gewissen Beschränkungen unterliegen, können sich die Resultate mehr als sehen lassen.

"Kurze Pause"
"Kurze Pause"

Unser Fotoprojekt 2019 zum Tag der Inklusion

Es bot sich in diesem Jahr an, ein Fotoprojekt im Umfeld des Tages der Inklusion zu gestalten. Das ist der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, der jedes Jahr am 5. Mai stattfindet. Wir haben ihn am 3. Mai gefeiert und unter das Thema "Hobbywerkstätten" gestellt. Wir haben dafür Hobbywerkstätten zu verschiedenen Themen eingerichtet, u.a. Holzverarbeitung, Schreiben und Fotografie. Für den Tag der Inklusion haben wir Fördergelder von der Aktion Mensch erhalten. Vielen Dank dafür.

Das Fotoprojekt startete natürlich schon viel früher, schließlich wollten wir die Ergebnisse am 3. Mai präsentieren. Frei nach dem Motto "Probieren geht über studieren" fand die Wissensvermittlung an unsere Bewohner ganz nebenbei statt. Vor allem sollten sie mutig und experimentierfreudig sein.

Bilder sind zu ganz unterschiedlichen Themen entstanden. Wir haben uns an Produktfotografie ausprobiert, Landschaften geknipst und die Heimatorte einiger Bewohner besucht, wo ebenfalls Bilder entstanden sind. Auch mit Techniken wie z.B. der Makrofotografie haben wir uns befasst.

So sind mehr als 500 Bilder entstanden, die dann sorgfältig ausgewählt und bearbeitet wurden. Dabei wurde auch etwas Theorie vermittelt, z.B. der Goldene Schnitt und Schwarz-Weiß-Fotografie. Außerdem hat jedes Bild einen Titel erhalten. Das war nicht immer einfach, erzählt doch jedes Foto seine ganz eigene Geschichte.

Schlussendlich haben wir 83 Fotografien in A3-Größe rahmen können. Sie schmücken nun unsere Einrichtung. Mit Stolz können wir berichten, dass sie auf großes Interesse und viel Lob bei unseren Gästen stoßen.

"Zweisamkeit"
"Zweisamkeit"

Unser Fazit

Fotoprojekte eröffnen Menschen mit psychischer Erkrankung nicht nur die Möglichkeit, sich mit technischen Grundlagen der Fotografie auseinander zu setzen, sondern auch, ihre Sicht auf die Welt und die Dinge ganz individuell auszudrücken und zu präsentieren. Diese Voraussetzungen machen jedes Fotoprojekt mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu einem einzigartigen Projekt.

"Gleich und doch nicht gleich"
"Gleich und doch nicht gleich"
"Mast und Bäume"
"Mast und Bäume"
"Auf dem sicheren Weg bleiben"
"Auf dem sicheren Weg bleiben"
"Liebesnest"
"Liebesnest"
"Tief im Osten"
"Tief im Osten"
"Urlaubstradition"
"Urlaubstradition"
"Schiene in Schwarzweiß"
"Schiene in Schwarzweiß"
"Reich und arm"
"Reich und arm"
Transparenzbericht Wohn-Pflegeheim Triebes: Note: 1,0